Sprachen


„Das Selbstverständnis des Faches Deutsch gründet in der Sprache, die Menschsein ausmacht, und in der Literatur. Sprache ist Voraussetzung für Kommunikation und Kultur; sie befähigt zu selbstbestimmtem und verantwortungsbewusstem Handeln und zur künstlerischen Gestaltung menschlicher, gesellschaftlicher, philosophischer und ästhetischer Wirkungszusammenhänge als einem wesentlichen Teil unserer kulturellen Überlieferung und Gegenwart.“ (Zitat aus dem Lehrplan)

 

Die Fachbetreuerinnen für das Fach Deutsch sind

  • OStRin Karin Haiber
  • OStRin Gudrun Prucker

Das Fach Deutsch ist Kernfach in allen Jahrgangsstufen. Alle Schülerinnen und Schüler müssen im Fach Deutsch die schriftliche Abiturprüfung ablegen.

In den 5. und 6. Klassen haben die Schülerinnen und Schüler eine Intensivierungsstunde in Deutsch, außerdem wird Förderunterricht für Kinder mit besonderem Förderbedarf angeboten. In der Mittelstufe gibt es die Möglichkeit der freiwilligen Intensivierung.

W- und P- Seminare ergänzen in der Oberstufe das Angebot.

Folgende Themen wurden in den Vorjahren angeboten:

P-Seminar: Brecht-Revue, Medienscouts

W-Seminar: Literaturverfilmungen, Fantasy-Literatur, Kriminalliteratur, Zeitung,

Kinder- und Jugendliteratur

 

 

Lernbereich Schreiben:

Das aktuelle Schulaufgabenprogramm wird gerade für den LehrplanPLUS überarbeitet.

 

Lernbereich Lesen:

„Ja, das grenzenloseste aller Abenteuer der Kindheit, das war das Leseabenteuer. Für mich begann es, als ich zum erstenmal ein eigenes Buch bekam und mich da hineinschnupperte. In diesem Augenblick erwachte mein Lesehunger, und ein besseres Geschenk hat das Leben mir nicht beschert.”

– Astrid Lindgren

 

Leseförderung wird im GSG großgeschrieben. So gibt es vor allem in der Unterstufe zahlreiche Anreize für die Schülerinnen und Schüler, sich mit Büchern zu beschäftigen.

 

Im Zentrum steht dabei das Projekt „Freies Lesen“. Dabei dürfen die Kinder pro Woche eine Unterrichtsstunde aus in so genannten Lesekisten zur Verfügung stehenden Sachbüchern und Romanen (unter Einhaltung gewisser Vorgaben) frei wählen und lesen. Um den jeweiligen Lesefortschritt zu dokumentieren, wird ein Lesetagebuch geführt. Ab der 7. Klasse finden sich auch fremdsprachige Lektüren in den Kisten.

 

Im Rahmen des Deutschunterrichts stellen die Schülerinnen und Schüler außerdem in Form von Buchvorstellungen ihre eigenen Lieblingsbücher der Klasse vor und üben dabei nicht nur das freie Vortragen, sondern geben altersgerechte Lesetipps.

 

Für passionierte Vorleser findet immer in der 6. Klasse der Vorlesewettbewerb statt. Die diesjährige Schulsiegerin hat es auf der Bezirksebene auf den zweiten Platz geschafft!

 

Wer nun immer noch nicht weiß, was er lesen soll: In Kooperation mit der Stadtbücherei, die sich im selben Gebäude befindet, stellt die Fachbetreuerin Frau Prucker jedes Jahr im November „Bücher für den Wunschzettel“ vor. Hierbei werden übrigens auch Neuerscheinungen für Erwachsene berücksichtigt und die neuen Bücher können selbstverständlich auch ausgeliehen werden.

 

W-SEMINAR

Für „Bücherwürmer“ und „Leseratten“ – Die Autorin Christiane Spies stellt ihre aktuellen Fantasyromane vor

Am Dienstag, den 27. Januar 2015 endete das W-Seminar Deutsch des Abiturjahrgangs 2013/2015. Hierfür hatte die Kursleiterin Frau Kubicek einen „phantastischen“ Abschluss.

Die Autorin Christiane Spies, eine ehemalige Schülerin der Konrektorin Frau Seuter, stellte den Seminarteilnehmern und –teilnehmerinnen, die sich anderthalb Jahre mit Phantastik in Literatur und Film beschäftigt hatten, ihre aktuellen Fantasyromane vor und stand im Anschluss für Fragen zu ihrem Werk und dem Schreiben zur Verfügung.

Die ersten Ideen für ihren Roman „Mondherz“, den eine Schülerin in ihrer Seminararbeit genauer untersucht hat, entstanden bereits, als Christiane Spies selbst noch Schülerin war. Eine Werwölfin in einer von Männern dominierten, vom Krieg bedrohten Welt sollte die Hauptperson werden. Während ihres Soziologiestudiums in Budapest erfuhr die Autorin von der Geschichte der ungarischen Adelsfamilie Hunyadi, die sie so sehr faszinierte, dass sie ihre damaligen Ideen wieder aufleben ließ und in einem historischen Fantasyroman mit der Geschichte um den ungarischen Adel des Mittelalters verband.

Christiane Spies war es bei der Ausarbeitung besonders wichtig, die Charaktere, die auf historische Personen zurückgehen, möglichst glaubwürdig darzustellen. Die Hauptfiguren Veronika, eine gläubige und eher unselbstständige junge Frau, und Gabor, ein im Kontrast zu Veronika selbstbewusster Werwolf, sind ihr dabei sehr gut gelungen.

Der Geheimbund der Werwölfe in Kombination mit der historisch belegbaren Belagerung von Belgrad schafft eine mysteriöse Atmosphäre, die sowohl Fantasyfans als auch Leser historischer Romane in ihren Bann ziehen dürfte.

Der Nachfolgeroman „Zwillingsmond“ erscheint im Frühjahr 2015 genau wie der erste im KNAUR Verlag. Er nimmt die offenen Fragen am Ende des ersten Bandes auf und löst sie auf. Die Handlung setzt ein paar Jahre nach dem Ende des ersten Bandes Ende des 15. Jahrhunderts ein, nur wird diesmal mit neuen Hauptfiguren aus der osmanischen Perspektive erzählt. Die Werwölfe bilden jedoch weiterhin den Kern der Geschichte.

Nach der Lesung aus beiden Werken stellte sich Christiane Spies den Fragen der Schüler und Schülerinnen.

$11.       Wie entsteht die Idee zu so einem Roman?

Das ist bei mir immer ganz unterschiedlich. Bei „Mondherz“ hatte ich zuerst die Idee für meine weibliche Hauptfigur. Die Geschichte dazu ist erst während meines Aufenthalts in Budapest entstanden, als ich auf die Historie zu den ungarischen Adelsfamilien gestoßen bin. Bei „Frostseelen“, ein anderes Buch, an dem ich gerade schreibe, hatte ich zuerst die Idee zur Geschichte und habe mir dann überlegt, wie die Figuren dazu aussehen müssen.

$12.       Haben sie von Anfang an einen konkreten Plan, wie die Geschichte verlaufen soll oder entwickelt sich das erst beim Schreiben?

Verlage wollen wissen, was sie genau kaufen. Deshalb musste der Plot vollständig sein. Ich habe ein Exposé und eine Leseprobe abgegeben und erst dann einen Buchvertrag bekommen. Dennoch merkt man natürlich beim Schreiben, ob etwas nicht passt oder abgeändert werden muss. Das Gerüst muss aber von Anfang bis Ende stehen.

$13.       Haben sie ein bestimmtes System, wie sie den Überblick über die Entwicklung ihrer Charaktere behalten können?

Ich habe ein paar Dokumente auf dem Computer, in denen das Wichtigste steht, aber man muss sie natürlich regelmäßig aktualisieren. Ich bin in dieser Hinsicht eher chaotisch. Manchmal mache ich mir auch Sprachnotizen ins Handy, wenn ich unterwegs bin. Was mir hilft ist, dass ich meine Bücher immer in chronologischer Reihenfolge schreibe. Somit weiß ich immer, wo ich gerade in der Entwicklung stehe.

$14.       Sind sie mit ihrem Roman „Mondherz“ zufrieden oder würden sie Dinge verändern, wenn sie es nochmal schreiben könnten?

Wenn ich es nochmal schreiben würde, wäre es sicherlich ganz anders. Das liegt aber nicht daran, dass ich damit unzufrieden bin. Wenn man Feedback bekommt, merkt man manchmal, dass man das ein oder andere anders hätte machen können. Auch fällt einem selbst im Nachhinein noch ein bisschen was ein.

$15.       Wie kamen sie zum KNAUR Verlag?

Ich bin bei einer Agentur, die meine Ideen verschiedenen Verlagen anbietet. Im Fall von „Mondherz“ hat sich eben der KNAUR Verlag gemeldet und wollte mein Buch kaufen. Über ein Angebot eines solch großen Verlags habe ich mich natürlich sehr gefreut.

$16.       Inwieweit beeinflusst der Verlag ein Buch? Ist die Geschichte dann überhaupt noch ihre eigene?

Bei Titel, Cover und Klappentext hat der Autor relativ wenig mitzureden. Das Lektorat ist ein gemeinsames Feilen am Text. Grundsätzlich kann der Lektor Änderungsvorschläge machen, der Autor ist aber nicht verpflichtet, sie anzunehmen. Oft macht der Lektor aber zum Beispiel auf Ungereimtheiten aufmerksam und hilft, dass die Geschichte stimmig und logisch wird. Zum größten Teil sind meine Bücher aber trotzdem mein Werk.

$17.       Sind sie fest angestellt?

Nein. Festanstellungen als Autor gibt es in der heutigen Zeit auch kaum noch. Man bekommt in den meisten Fällen einen Buchvertrag über ein Buch. Bestsellerautoren bekommen möglicherweise Verträge über mehrere Bücher auf einmal.

$18.       Wie werden Autoren denn überhaupt bezahlt?

Es gibt meistens ein Garantiehonorar, das sich daran orientiert, wie viel Umsatz der Verlag mit dem Buch erwartet. Dieses Garantiehonorar wird dann auf zwei bis drei Zahlungen aufgeteilt, zum Beispiel in einen Vorschuss und einen Teil bei Fertigstellung. Verkauft sich das Buch so gut, dass es zu weiteren Auflagen, Verfilmungen oder Ähnlichem kommt, erhält man über das Garantiehonorar hinaus einen Anteil an den verkauften Exemplaren. Autoren müssen oft mehrere Bücher pro Jahr schreiben, damit sie davon leben können.

 

(Genauere Informationen zur Autorin und ihrem Werk sind auf www.christianespies.de zu finden)

LATEIN

Latein kann als 2.Fremdsprache ab der 6.Klasse gewählt werden. Mit Latein sind alle drei Zweige,  die wir anbieten, wählbar. Ab der 10. Klasse kann Latein durch Italienisch ersetzt werden.

Im Folgenden möchten wir Ihnen das Fach Latein und die Fachschaft vorstellen.

Hier finden Sie Bilder von der Exkursion nach Aalen.

 

UNSERE LATEINLEHRER/-INNEN*

lateinlehrer

Herr Mayer Herr Bäumler  Frau Grillmeier Frau Bösel
An der Schule

seit

1986 1991 2001 2003
Lieblingsautor

und Werk

Catull
Carmina
Ovid
Metamorphosen
Catull
Petron
Cena
Trimalchionis
Ovid
Metamorphosen
Lieblingszitat „Carpe diem“
(Nutze den Tag)
„De gustibus non
est disputandum.“
(Über Geschmack
kann man nicht
streiten)
„Errare humanum
est“
(Irren ist
menschlich)
„Minima non
curat praetor!“
(Um
Kinkerlitzchen
kümmere dich
gefälligst selbst
2. Fach

 

Katholische
Religionslehre
Evangelische
Religionslehre
Psychologie Katholische
Religionslehre
weitere schulische Aktivitäten Fachbetreuer Latein und katholische Religionslehre

Leitung Gottesdienstkreis

 

Fachbetreuer evangelische Religionslehre

Betreuer beim Schüleraustausch mit Polen

Mitglied
Gottesdienstkreis

 

staatliche
Schulpsychologin
Betreuerin der
„Cool Rider“
Krisenintervention

Betreuerin des AK
Kidugala

Betreuerin beim
Schüleraustausch
mit Polen

Mitglied
Gottesdienstkreis

 

*Frau Schmoll ist auf dieser Seite nicht aufgeführt

 

Ausflüge

AALEN (2013)

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TRIER (2013)

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Allgemeines

Bevor man das Fach Latein belegt, aber auch während man es schon hat, stellen sich natürlich einige Fragen. Wir haben die Häufigsten für Sie beantwortet, so dass Sie einen Überblick haben, was Sie im Fach Latein so erwartet und wie es im Allgemeinen abläuft.

 I. Wann kann Ich das Fach „Latein“ wählen und wie lange muss Ich es belegen?
Das Geschwister‐Scholl‐Gymnasium Röthenbach bietet das Fach Latein als 2. Fremdsprache in allen drei Ausbildungsrichtungen (sprachlich, naturwissenschaftlich‐technologisch und wirtschaftswissenschaftlich) ab der 6. Klasse an. Der Unterricht erfolgt einschließlich der 8. Klasse in 4 Wochenstunden. In der 9. und 10. Klasse sind es nur noch 3 Stunden pro Woche.
Am Ende der 9. Jahrgangsstufe haben die Schüler die Möglichkeit Latein abzulegen und ab der 10. Jahrgangstufe Italienisch als spätbeginnende Fremdsprache zu wählen. Zusätzlich wird in der Qualifikationsphase 11 und 12 (Q11 | Q12) Latein als Fremdsprache, die zum Abitur führt bzw. als Seminarfach angeboten.
 II. Für welche Studiengänge oder Berufe brauche Ich „Latein“?
Für viele Studiengänge (wie z.B. Jura, Geschichte, Romanistik, Germanistik, Theologie, Medizin) sind Lateinkenntnisse eine Voraussetzung. Am Gymnasium Röthenbach erhält man folgende Nachweise für die Lateinausbildung:
„Lateinkenntnisse“ am Ende der 8. Klasse mit mindestens Note 4
„kleines Latinum“ am Ende der 9. Klasse mit mindestens Note 4
„großes Latinum“ am Ende der 10. Klasse mit mindestens Note 4
Das „große Latinum“ kann außerdem bei der Wahl von Italienisch ab der 10. Jahrgangstufe mit einer Feststellungsprüfung am Ende der 9. Klasse erworben werden. Die Feststellungsprüfung ist mit mindestens der Note 4 bestanden.
 III. Was lerne Ich im „Lateinunterricht“ eigentlich?
Im Unterricht befassen sich die Schüler und Schülerinnen nicht nur mit der Sprache, sondern lernen auch anhand von Texten die verschiedenen Persönlichkeiten der Antike wie Cicero, Seneca, Caesar, Hannibal, Alexander der Große etc., deren Taten und Eigenschaften kennen. Sie erhalten einen Einblick in die römische Kultur wie z.B. den Tagesablauf einer römischen Familie. Außerdem werden historische Hintergründe und politische Einstellungen der jeweiligen Zeit erläutert. Mit gezielt ausgesuchten Referaten lernen die Schüler sich mit dem vorgegebenen Themen intensiv zu beschäftigen und die erarbeiteten Kenntnisse einer Gruppe vorzutragen. Nebenbei entwickelt jeder Schüler seine eigene Lernstrategie, die er dann beim Lösen von komplexen Satzstrukturen anwenden kann.
 IV. Wer unterrichtet das Fach „Latein“ und wie schaut die „Lateinstruktur“ aus?
An unserer Schule gibt es derzeit ca. 17 „Lateinklassen“. Diese werden von Frau Bösel, Frau Schmoll, Frau Grillmeier, Herr Bäumler und dem Fachbetreuer Herr Mayer unterrichtet.
 V. Gibt es Exkursionen im Rahmen des Lateinunterrichts?
Die „Fahrtenliste“ der Fachschaft „Latein“ ist ziemlich umfangreich: In der 8. Klasse steht eine 3‐tägige Fahrt nach Trier auf dem Programm mit dem Besuch der „Porta Nigra“, des Amphitheaters und noch weiterer interessanter Bauwerke.
In der 9. und 10. Klasse finden Tagesausflüge nach Regensburg und Weißenburg statt, wo Museen, Kastelle und Thermen besichtigt werden.

Lehrplan

Da der gesamte Lehrplan des Faches Latein sehr umfangreich ist, haben wir ihn im Folgenden für Sie zusammengefasst.
Der Lateinunterricht beginnt in der 6. Klasse mit der „Spracherlernphase“. Neben ersten Vokabeln und grammatikalischen Regeln (Formen‐ und Satzlehre), lernen die Schüler einfache lateinische Sätze mit Hilfe des Lehrbuches „Cursus 1“ zu übersetzen. In kurzen Texten wird der typische Tagesablauf einer römischen Familie beschrieben. Zahlreiche Abbildungen im Schulbuch geben einen Aufschluss über das Aussehen, Kleidung, Wohnstätten, Freizeitvergnügungen und Reiserouten der Römer. Ebenfalls sind antike Gebäude und Plätze wie beispielsweise der „Circus Maximus“ und das „Forum Romanum“ dargestellt.

 

In der 7. Jahrgangsstufe befassen sich die Schüler mit „Cursus 2“. In diesem Band wird ein Überblick über die römische Geschichte in einem Zeitraum von etwa 1000 Jahren gegeben. Außerdem werden historische Ereignisse wie die Gründung der Stadt Rom, sowie die Ausbreitung des römischen Reiches und die verschiedenen Krisensituationen aufgearbeitet (z.B. Hannibal vor den Toren Roms nach seinem berühmten Marsch über die Alpen). Einige weitere Texte informieren die Gymnasiasten über den Ablauf des trojanischen Krieges, über die Irrfahrten des Odysseus und über berühmte Persönlichkeiten wie Kleopatra, Caesar und Alexander den Großen.

 

Am Beginn des folgenden 8. Schuljahres bekommen die Schüler und Schülerinnen anhand des Buches „Cursus 3“ wichtige Informationen z.B. über Griechenland und die Olympischen Spiele. In weiteren Lektionen stehen der Ausbruch des Vesuvs oder philosophische Anweisungen des Philosophen Seneca im Mittelpunkt. Ein Schwer‐punkt im Lehrplan der 8. Jahrgangsstufe ist die Aufarbeitung wesentlicher Aspekte des christlich‐abendländischen Denkens. Durch die Erweiterung und Wiederholung der Grammatik und der Vokabeln wird in dieser Jahrgangsstufe die „Spracherwerb‐phase“ abgeschlossen.

 

In der 9. Klasse beginnt die „Lektürephase“ d.h. es werden römische Originaltexte gelesen. Unter dem ersten Leitthema „Macht und Politik“ werden als Autoren z.B. Cornelius Nepos mit ausgewählten „Biographien“ sowie Caesars „Krieg gegen die Gallier“ gelesen. Neben diesen historischen Texten beinhaltet der Lehrplan Beispiele der römischen Dichtung: In Auswahl werden „Epigramme“ Martials und Liebesgedichte Ovids („Ars amatoria“) bzw. Catulls („Carmina“) erarbeitet. Das Thema „Rom und Europa“ rundet den Lateinunterricht der 9. Jahrgangsstufe ab.

 

Die 10. Jahrgangsstufe beginnt mit dem großen Aufatmen, denn ab sofort dürfen die Schüler ein Wörterbuch bei Schulaufgaben verwenden. Spezielle Vokabeln der jeweiligen Autoren müssen dennoch gelernt werden. Das erste Hauptthema „Rede und Brief“ beinhaltet vorwiegend Texte Ciceros, der als größter Redner Roms in die Geschichte eingegangen ist und vielfältige literarische Zeugnisse hinterlassen hat. Mit Ovids „Metamorphosen“ steigen die Schüler vertieft in die antike Mythologie ein. Schließlich sollen durch die Lektüre einfacherer philosophischer Texte (Cicero, Plinius, Seneca) Grundsätze antiken Denken erarbeitet werden. Antike Denkansätze lassen sich in vielen Bereichen (Sinnfindung, Bewertung menschlichen Handelns, individuelle Lebensplanung) auf die heutige Zeit übertragen.

 

In den Jahrgangsstufen 11 und 12 des G8 („Qualifikationsphase der Oberstufe“) steht der Lateinunterricht jeweils unter einem Semester‐Leitthema:
11/1: „Vitae philosophia dux“ – philosophische Haltungen
11/2: „Ridentem dicere verum“ – satirische Brechungen
12/1: „Nunc aurea Roma est – politische Perspektiven
12/2: „Si in Utopia fuisses mecum“ – staatsphilosophische Entwürfe
In der Aufarbeitung dieser Themen wird auf eine Reihe klassischer Autoren zurück‐gegriffen, so dass dem Schüler ein repräsentativer Überblick über wichtige Bereiche des literarischen Schaffens der Römer vermittelt wird. In den lateinischen Texten finden sich weit reichende Fragestellungen und Anregungen, die sich zeitlos auch auf die heutige Zeit übertragen lassen. So erhalten die Schüler Orientierungshilfen und Lösungsansätze für die Entwicklung eigener Standpunkte und Wertmaßstäbe.

 

Im Rahmen von „Seminaren“, die unter dem Leitfach Latein angeboten werden, üben sich die Oberstufenschüler gezielt in der Projektarbeit, in der Teamorientierung und im selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten.

 

Während der gesamten Lektürephase bleibt die Sprach‐ und Textarbeit ein entscheidender Faktor des Lateinunterrichts. Im Umgang mit z.T. anspruchsvollen lateinischen Texten steigern die Schüler ihre Übersetzungsfähigkeit, verfeinern ihre Techniken im Bereich der Sprachanalyse und erweitern ihre Sprachkompetenz im Textverständnis und in der Textinterpretation. Methodisches und selbständiges Arbeiten sind gewinnen dabei mit der Reifung der Schüler zunehmend an Bedeutung.
Den gesamten Lehrplan des Faches Latein finden Sie unter dem folgenden Link:
Hier Klicken

Hanselus Gretulaque (Sprichwörter)

hanselus

Zu Augustus‘ Zeiten als die Latinitas noch zur Bildung
gehörte und die Leute „Prosit!“ sagten, wenn sie „Es soll nützen!“
in vino veritas suchten, lebten einmal die duo Kinder, im Wein liegt die Wahrheit; zwei
Hanselus Gretulaque. Hänsel und Gretel;
Ihre parentes zählten nicht zu den beati possidentes, Eltern; glücklichen Besitzenden;
aber die familia lebte zufrieden in einer kleinen Familie
spelunca am Waldrand: Ubi bene, ibi patria. Höhle; Wo es mir gut geht, ist meine Heimat
Aber das Glück währt nicht in aeternum – schon Ewigkeit
Solon sagte zu Krösus: „Respice finem!“ So geschieht „Bedenke das Ende“;
es auch hier: Tempora mutantur, eine Hungersnot Die Zeiten ändern sich
droht urbi et orbi. der Stadt und dem Erdkreis
Bald betet unsere familia vor jeder Mahlzeit: Familie
„Miserere!“ Es gibt keinen plenus venter mehr, „Habe Mitleid!“; vollen Magen
hungrig schauen die Kinder auf den tabula rasa. leeren Tisch
Vor dem Schrank stabat mater dolorosa: Sie haben stand die Mutter schmerzerfüllt da
nur noch einen einzigen Kanten Brot cum grano salis. mit einem Körnchen Salz
Wer soll ihn bekommen: Cui bono? Wem nützts?
„Pater noster“, sagt die Mutter zum pater familias, „Vater unser“; Familienvater
„divide et impera!“ Und ex officio gibt dieser jedem „teile und herrsche“; aus der Pflicht heraus
seinen pars pro toto. Teil für das ganzen
Doch bald schimpft die Mutter: „Non nimis!“, wenn der „Nicht allzu sehr“
Vater den Kindern etwas abgibt. Die Eltern halten ein
colloquium privatissimum ab, sie sichern eine sehr privates Gespräch
modus vivendi, ne quid detrimenti familia capiat. Lebensart, damit nicht die Familie
irgendeinen Schaden nimmt
Vergeblich – sie haben für Hanselus Gretulaque keine Hänsel und Gretel
alimenta mehr. Die ultima ratio der hartherzigen Nahrungsmittel; letzte Möglichkeit
Mutter lautet: „Consilium abeundi est. Cuius regio, „Der Plan ist wegzugehen. Dessen Gebiet,
eius religio.“ dessen Religion“
Ergo führen sie am nächsten Morgen die Kinder in den Also
Wald und sagen zum Abschied: „Valete, ite, missa est. „Lebt wohl, geht nun,
die Messe ist vorbei.
Dominus vobiscum!“ Der Herr sei mit euch“
Per pedes ziehen die emigrantes durch die Wildnis und Zu Fuß; Auswanderer
staunen über das herbarium maximum. Endlich ausgeprägte Flora
erblicken sie eine casa mellis. Honighaus
In dulci iubilo laufen sie zu diesem locus amoenus. süßer Freude, lieblichen Ort
Mit gusto nascht Hanselus und erklärt summa cum mit Genuss; Hänsel; mit höchstem Lob:
laude: „Non olet!“ „Es stinkt nicht!“
Da ertönt ex profundis eine Stimme: „Knusperus, Aus der Tiefe;
Knuspera, Knusperum, wer knabbert an meinem Haus knusper, knusper, knäuschen
herum?“
„Est ventilator, deus sive natura!“, ruft „Es ist ein Windbringer,
es ist Gott oder die Natur!“;
Hanselus, aber schon steht Hänsel

 

ante portas ein altes Malefizweib. vor den Toren; bösmachendes Weib
„Ecco homo! Quo vadis?“, fragt sie „Schau ein Mensch! Wo gehst du hin?“
caccata‐freundlich den spiritus rector. Scheiß; leitenden Geist
Der hat sich schnell gefasst und antwortet: „Salve „Sei gegrüßt Königin,
regina, morituri te salutant! Wir suchen panem et die Todgeweihten grüßen dich;
circenses.“ Brot und Spiele“
Die Hexe fragte lächelnd: „Ubi sunt gaudia?“ und „Wo sind die Freuden? „
antwortet selbst: „Hic et nunc ,pro iuventute, carpe „Hier und nun, für die Jugend,
diem!“ Da futtern die beiden fortiter et feliciter, bis nutze den Tag“; tapfer und
es non plus ultra geht. Doch nach der glücklich; nicht mehr weiter
captatio benevolentiae sagt die Hexe schroff Gewinn des Wohlwollens
ad Gretulam: „Ora et labora“ und schubst sie in die zu Gretel: „Bete und arbeite!“
Küche. Hanselum aber wirft sie Hänsel;
als persona non grata in carcerem. unerwünschte Person ins Gefängnis
Expressis verbis droht sie: Mit klaren Worten ausgedrückt;
„Ceterum censeo Hanselum esse delendum.“ „Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Hänsel
zerstört   werden muss“
So haben die Kinder post festum ihr Fett abgekriegt: Nach dem Fest
suum cuique. Hanselus muss essen multum, jedem das Seine; Hänsel; viel,
non multa. Jeden Tag kommt die Hexe zu seinem Stall nicht vielerlei
und macht denselben sermo: „Mi fili, quo usque tandem…?“ Spruch: „Mein Sohn, wie lange noch?
Aber der vorsichtige Hanselus schimpft: „Noli me Hänsel; „Fass mich nicht an!“
tangere!“ Tückisch lacht die Alte: „Eris sicut deus – crassus!“ „Du wirst wie ein Gott sein –Dicker“
Dann macht sie das obligate experimentum digitale. Experiment mit dem Finger.
Ad oculos zeigt Hanselus aber immer nur ein Vor Augen; Hänsel
Knöchelchen als corpus delicti vor. Missmutig und sola als Beweisstück; allein
fide getäuscht trollt sich die Alte. Hanselus durch Glauben; Hänsel
jedoch frohlockt:
„Cogito, ergo sum. Dum spiro, spero.“ Ich denke, also bin ich; Solange ich atme, hoffe ich.
Eines Morgens sagt die Hexe ad Gretulam: „Alea iacta est. zu Gretel; „Der Würfel ist gefallen“
Bring Holz zum focus und mach einen großen Herd
cumulus – fortius, citius, altius!“ Haufen –stärker,schneller, höher
Das Mädchen ahnt: „Tua res agitur“, und sie nimmt sich Deine Sache wird verhandelt
vor, die Alte mores zu lehren. Kaum lodert die Flamme, Sitten
da soll es eine inspectionem internam vornehmen. Mit
scheinheiliger Miene fragt es nach dem modus, quo erat
demonstrandum. Als die Hexe ein exemplum gibt, stößt
Gretula sie a posteriori medias in flammas.
„Crematario facto“, sagt sie schlicht.
interne Untersuchung; Art und Weise, mit der,
was zu beweisen war, Beispiel
Gretel; von hinten
mitten in die Flammen, „Die Verbrennung ist
gemacht“,
„Exitus – de mortuis nil nisi bene!“ „Tot – über die Toten sagt man nichts außer Gutes“
Dann befreit sie überglücklich fratrem Hanselum mit
den Worten: „Veni, vidi, vici!“
Bruder Hänsel
„Ich kam, sah und siegte“
Viribus unitis singen sie ein Te Deum laudamus, ehe sie

aus dem Honighaus gemmas pretiosas als eine
vade mecum pro domo mitnehmen. Nun eilen sie
magnis itineribus nach Hause, wo inzwischen die alma
mater ihren Geist aufgegeben hat. „In humus ruht die

Mit vereinten Kräften,
wir loben dich Gott
wertvolle Edelsteine
Mitbringsel für Zuhause
Mit großen Schritten, gütige
Mutter; „Unter der Erde
Inhumana – nomen est omen, fiat iustitia!“ Unmenschliche; der Name ist ein Vorzeichen,
es soll Gerechtigkeit geschehen“
Der filius nähert sich clam‐heimlich dem Vater und
präsentiert plötzlich seine Schätze mit den Worten
„Omnia mecum porto.“ Gaudium maximum.
Omnis pecunia divisa est in partes tres.
Sohn, heimlich
„All meine Besitztümer trage
ich bei mir“. Sehr große Freude. Das gesamte
Geld ist in 3 Teile geteilt worden.
Sunt auctores, qui überliefern, dass pater et Hanselus
et Gretula in paradiso per saecula saeculorum leben.

Roma locuta, causa finita.
Plaudite, spectatoreEs gibt Autoren, die; sowohl der
Vater als auch Hänsel und Gretel, im
Paradiese bis in alle Zeiten

Rom hat gesprochen, der Fall ist beendet.
Klatscht, Zuhörer!

Übungsschulaufgaben

Einen Überblick über die Gestaltung der Schulaufgaben findet sich auf dieser Seite. Die Schulaufgaben bestehen aus einem Übersetzungstext und einem Aufgabenteil, die unterschiedlich gewertet werden. (6., 7., 8. Klasse 3:1 und ab der 9. Klasse 2:1 )
1. Übersetzungstext:
Die Anzahl der Wörter eines Übersetzungstextes ist nach Klassenstufe und Bearbeitungszeit unterschiedlich. (ca. 60 bis 130 Wörter)
2. Aufgabenteil:
Der Aufgabenteil setzt sich zusammen aus: Grammatik, Wortkunde, Stilmittel, historischem Hintergrundwissen zu antiken Persönlichkeiten etc.
Im Anhang (unten) findet ihr einige Übungsschulaufgaben zum Ausdrucken und Bearbeiten.

Anhänge herunterladen

Fachbetreuer des Fachs Englisch sind

  • Frau OStRin Christina Pfeil
  • Frau OStRin Carola Viewegh

Das Fach Englisch ist am GSG für alle Schüler die 1. Fremdsprache und wird daher als Kernfach in allen Ausbildungsrichtungen und allen Jahrgangsstufen unterrichtet.
Darüber hinaus besteht in der Oberstufe die Möglichkeit, das Profilfach „Englische Konversation“ zu wählen. Auch im Bereich der Seminare werden regelmäßig sowohl W- als auch P-Seminare mit dem Leitfach Englisch angeboten.

Seit weit über dreißig Jahren findet unser Schüleraustausch mit der Gillingham School in Dorset/England statt. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe. Parallel dazu wird von der Schule jährlich eine Sprachreise nach Broadstairs/Kent organisiert.

ENGLISCHE KONVERSATION

Überblick:
In Englisch-Konversation werden die Sprachkenntnisse der Schüler im Fach Englisch gestärkt.
Dies erfolgt in erster Linie durch – wie der Name schon sagt – KONVERSATION.
Die Schüler halten Diskussionen und verbessern dadurch die Sprache sowohl in grammatikalischen
Bereichen als auch durch die Erweiterung des Wortschatzes.
Im meist 2 stündigen Unterricht wird jede Woche eine Schulaufgabe „gesprochen“. Dies können
Referate, Vorstellungen von Texten oder auch Filmen sein. Anschließend wird über das jeweilige
Thema diskutiert. Die zu prüfenden Schüler (meist eine Dreier- oder auch Zweiegruppe) leiten
dabei die komplette Diskussion.
Der Lehrer greif in erster Linie nur bei Verbesserungsvorschlägen ein.
Englisch-Konversation wird meistens Nachmittags abgehalten.
Da es mehrere Englisch-Konversationskurse gibt, werden im Anschluss die jeweiligen Kurse
getrennt betrachtet.

Englisch-Konversation bei Frau Pfeil:
Bei Frau Pfeil läuft die Stunde wie oben beschrieben ab. Dabei achtet die Lehrerin während der
Schulaufgabe sowohl bei den Prüflingen als auch bei der restlichen Klasse auf grammatikalische,
sowie sprachliche Fehler. Diese erklärt sie nach der Diskussion.
Die Schulaufgabentermine kann man anhand einer Liste auswählen.
Die Schulaufgaben werden in Zweiergruppen durchgeführt.
Die Themen der Schulaufgaben sind frei von den Schülern wählbar.
 

Die Themenbereiche der Schulaufgaben im Überblick:
11/1
In diesem Schulhalbjahr müssen sich die Schüler einen Text über ein beliebiges Thema aussuchen.
Diesen müssen sie vorlesen und dann über dieses Thema eine Diskussion führen.
11/2
In diesem Schulhalbjahr müssen sich die Schüler einen Film über ein beliebiges Thema aussuchen.
Dieser wird ca. 30-45 min. gezeigt. Anschließend wird über das Thema eine Diskussion geführt.
12/1 sowie 12/2
In diesen Halbjahren wird von je einem der 2 Schüler eine ca. 10 Minütige Rede über ein Thema
vorbereitet.
Der jeweils andere Schüler leitet eine Diskussion über das Thema.
Im 2. Halbjahr wird die Aufgabenverteilung in der Zweiergruppe gewechselt.

Fachbetreuerin für Französisch ist

  • OStRin Raphaela Rauh

Französisch kann ab der 6. Klasse als 2. Fremdsprache gewählt werden oder ab der 8.Klasse als  3. Fremdsprache.

Bei Eintritt in die 10 Klasse von nicht gymnasialen Schulen, die sog. Einführungsklasse ist Französisch in der Oberstufe verpflichtend.

Ab der 8 Klasse wird den Schülern das Angebot eines Schüleraustausches an zwei Schulen in Röthenbachs Partnerstadt Les-Clayes-sous-Bois nahe Paris angeboten.

Seit weit über dreißig Jahren findet unser Schüleraustausch mit der Gillingham School in Dorset/England statt. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe. Parallel dazu wird von der Schule jährlich eine Sprachreise nach Broadstairs/Kent organisiert.

Fachbetreuerin für das Fach Italienisch ist

  • Frau OStRin Anne-Rose Georg-Orrú

ITALIENISCH ALS SPÄT BEGINNENDE FREMDSPRACHE

Allen Schülerinnen und Schülern steht die Möglichkeit offen Italienisch als spätbeginnende Fremdsprache zu wählen. Das bedeutet, dass eine Sprache (meist die 2. Fremdsprache, also Französisch oder Latein) am Ende der 9. Jahgangsstufe abgelegt und in der 10. Klasse stattdessen mit Italienisch begonnen wird. Französosch als 3. Fremdsprache kann nicht durch Italienisch ersetzt werden.

Hat man sich für Italienisch entschieden, muss man die Sprache bis zum Abitur fortführen. In der 10. Jahrgangsstufe wird Italienisch mit 4 Wochenstunden unterrichtet, in der 11. und 12. Jahrgangsstufe mit jeweils 3 Wochenstunden.
Unterrichtet wird mit dem Lehrwerk „In piazza“ vom Buchners Verlag; seit dem Schuljahr 2012/2013 mit der neuen Ausgabe.

 

ITALIENISCH IM ABITUR

Wer möchte, kann eine der beiden müdlichen Abiturprüfungen in Italienisch ablegen, wobei Italienisch aber nicht die sogenannte „fortgesetzte“ Fremdsprache, z.B. Englisch, ersetzt. Wer sprachbegabt ist, kann z.B. Englisch als schriftliches Abiturfach wählen und in Italienisch dann das Colloquium machen. Die Prüfung findet ausschließlich in italienischer Sprache statt; geprüft werden die in den vorangegangenen Halbjahren behandelten Stoffgebiete wie „Roma“, „La mafia“oder „Made in Italy“.

 

FÜR WELCHE SCHÜLER IST ITALIENISCH GEEIGNET?

Die Wahl einer spätbeginnenden Fremdsprache ist für sprachbegabte Schüler geeignet, die den Schwung und das Interesse haben, in der 10. Klasse noch einmal eine Sprache ganz von vorne zu lernen. Die Kenntnisse, die sie aus dem Französisch- oder Lateinunterricht haben, kommen ihnen dabei sicher zu Gute, denn Italienisch ist eine romanische Sprache, deren Wortschatz und Grammatik dem Lateinischen und Französischen sehr ähnelt. Dennoch müssen die Schüler, wie bei jeder Sprache, auch für Italienisch viele Vokabeln lernen und Grammatikregeln pauken.

 

Der Gedanke, eine ungeliebte Sprache, bei der man evtl. große Wissenslücken hat, durch die Wahl von Italienisch auf elegante Weise loszuwerden, sollte nicht im Vordergrund stehen! Für manche Schüler ist es sicher besser, noch ein Jahr Französisch oder Latein zu lernen und das Fach dann nach der 10. Klasse abzulegen.

 

SCHÜLERAUSTAUSCH MIT PIAZZA ARMERINA AUF SIZILIEN

Dieses Jahr fand bereits der 4. Schüleraustausch mit dem „Liceo scientifico Gen.A. Cascino“ in Piazza Armerina auf Sizilien statt. Jedes Jahr im Oktober fliegen etwa 20 Schülerinnen ud Schüler der 11. Jahrgangsstufe für eine Woche nach Sizilien. Der Gegenbesuch findet normalerweise im darauffolgenden Frühjahr statt – dieses Jahr sind die Italiener jedoch schon im Dezember gekommen, weil sie auch einmal Schnee sehen und über Weihnachtsmärkte bummeln wollten.

Aufgrund einer sehr umstrittenen Schulreform wird in Italien kaum noch Deutsch als 2. Fremdsprache unterrichtet, auch an unserer Partnerschule läuft der Deutschunterricht allmählich aus. Da der Austausch aber auf beiden Seiten viel Anklang findet, haben die beteiligten Lehrkräfte beschlossen, ihn trotzdem weiterzuführen – schließlich wird in beiden Ländern Englisch unterrichtet und wenn unsere Schüler ein bisschen mehr Italienisch reden müssen, schadet das auch nicht!

Weiterführende Informationen zum Italienaustausch finden Sie hier.

Seit weit über dreißig Jahren findet unser Schüleraustausch mit der Gillingham School in Dorset/England statt. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe. Parallel dazu wird von der Schule jährlich eine Sprachreise nach Broadstairs/Kent organisiert.